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Jenseits von Erwartung und Klischee
Februar 2022 – alle Entscheidungen sind getroffen: wir werden Deutschland verlassen. Wir werden nach Afrika gehen. Wir werden dort reisen. Wir werden uns dafür ein neues fahrbares Zuhause anschaffen. So weit, so gut. Und wie soll dieses aussehen und woher bekommen wir ein solches? Zuerst haben wir uns in Deutschland nach Offroad-Wohnmobilen umgeschaut – fanden wir doch immer schon ein Expeditionsmobil ganz spannend. Doch diese Variante, uns in D ein solches Gefährt bauen zu lassen, hatte sich schnell für uns erledigt: exorbitant teuer und Lieferzeiten von 2,5 bis zu 4 Jahren! Dann überlegten wir, dass in Ländern wie z.B. Südafrika, wo Offroad und Overlanding zuhause sind, es sicher auch die entsprechenden Hersteller gibt. Damit hätten wir dann außerdem auch die Frage einer Überführung geklärt.
Und schon bald fanden wir eine ganze Reihe von interessanten Fabrikaten und Möglichkeiten: nicht nur Wohnmobile, sondern auch Trailer in allen Größen sind dort sehr beliebt. Trailer, von ausfaltbaren Anhängern bis zu speziellen Wohnwagen für Offroad-Abenteuer. Wohnwagen? Na, der hatte bisher überhaupt keinen Platz in meinen Träumen vom Reisen durch Afrika… eine „Eselskarre“ hinter uns herziehen?
Doch je mehr wir uns damit beschäftigten, umso mehr kristallisierte sich genau dies als unsere perfekte Lösung heraus: Ein großer Trailer kann all unsere Must-have bedienen: breites Längsschläfer-Bett, ausreichende Raumhöhe (in der auch Stefan mit seinen 1.96 m bequem stehen kann), gemütlicher Sitzbereich mit Tisch und kleines Bad/WC, ohne für diese Punkte täglich etwas dazu umbauen zu müssen. Denn schließlich ist es unser zukünftiges Zuhause und wird nicht nur für 3 Wochen Urlaub genutzt. Gleichzeitig bietet ein Trailer uns die Flexibilität, nur mit dem Auto unterwegs sein zu können, ob zum Einkaufen, auf Touren in abgelegene Gegenden oder in die Stadt. Außerdem kostet er wesentlich weniger und mit einem passend ausgewählten Zugfahrzeug sind wir insgesamt günstiger dabei. Perfekt. Das ist unsere Wahl.
Mit dieser Wahl platzt jedoch eine weitere meiner Vorstellungen: Das Zugfahrzeug wird dann auch kein Landy sein. Also wird das nichts mit den Klischee-Bildern aus meinem Kopf, wie man sie kennt. Denn der klassische Landrover Defender hat nicht genügend Drehmoment und PS, um einen solchen Trailer über Stock und Stein ziehen zu können.
Bämm, da bin ich mit unserer Entscheidung wieder um eine Erkenntnis und Stufe reicher: Harriet, bleib offen gegenüber allen möglichen Lösungen und lass‘ Dich nicht von Deinen Vorstellungen, Träumen und dem Mainstream eingrenzen! Nur so entdeckst Du Möglichkeiten, die perfekt zu Dir und Deinen Bedürfnissen passen.
Unser WildBoar Keiler Trailer wird zum Leben erweckt
Schon bald stoßen wir bei unseren Recherchen auf BorderX – eine kleine Manufaktur im südafrikanischen Centurion, zwischen Johannesburg und Pretoria, deren Geschichte uns sofort fesselte: ein südafrikanisches Ehepaar, Desna und Werner, heute mit 2 Jungs und selbst viel in Afrika und der Welt unterwegs, waren auf der Suche nach einem neuen Trailer und fanden nichts Passendes. Das war die Geburtsstunde ihrer eigenen Firma: sie bauen selbst die Trailer, die sie vermissten. Trailer, in die all ihr Knowhow, ihre Erfahrungen und praktischen Ideen einfließen. So nehmen wir Kontakt mit den beiden auf und nach einigen Mails und Zooms zu individuellen Wünschen geben wir unseren doppelachsigen Trailer in Auftrag – auch über diese große Entfernung hinweg und ohne persönlich vor Ort gewesen zu sein. Wir freuen uns. Wir vertrauen. Wir überweisen laufende Abschlagszahlungen und lassen unser neues Heim auf 4 Rädern bauen. Zur persönlichen Abholung.
09. November 2022 – wir landen in Johannesburg, holen unseren Mietwagen ab und fahren sofort direkt nach Centurion zu BorderX und unserem Trailer. Was für ein großes Hallo und herzlicher Empfang: endlich Desna, Werner und das Team persönlich kennenlernen und unseren WildBoar Keiler Trailer in live sehen!
Die ersten Tage übernachten wir in einem Guesthouse, fahren quer durch die Stadt und machen Großeinkäufe – der Keiler Trailer will ausgestattet werden. Da wir unser altes Leben in 4 Koffern gepackt und nur mit diesen hier angekommen sind, heißt es nun, das Wichtigste für unser Leben als Overlander neu anzuschaffen: alles nötige, was in Küche, Bett, Bad, für Camping und Werkzeug gebraucht wird.
Um unser neues Leben einzurichten, den Keiler Trailer kennenzulernen und für eventuelle Fragen und Mängel noch in der Nähe zu sein, zieht Werner mit seinem Auto unseren Trailer auf einen Campsite und wir fahren mit unserem Mietwagen hinterher. So sieht es dann also aus, wenn wir unterwegs sind! Im nur ca. 100 km entfernten Game-Reserve Dinokeng tauchen wir sogleich ein in die afrikanische Welt mit seinen Tieren und Pflanzen. Es sind unvergessliche erste Tage voller Dankbarkeit, Eindrücke, Stolz und Vorfreude auf alles, was kommt.
Den Trailer im Camp und nur mit dem Mietwagen unterwegs machen wir uns dann auf die Suche nach einem eigenen Zugfahrzeug. Mit unserem Toyota Landcruiser Prado finden wir auch den zweiten Teil unseres Setups: ein äußerlich etwas abgenutztes, doch technisch gutes und ausreichend leistungsstarkes Auto in unserem Budgetrahmen.
Wie wir aus ihm und Dank Robert ein optisch tolles und vor allem multifunktionales, individuelles Fahrzeug machten, das uns alle Freiheiten und Möglichkeiten für unser Abenteuer Lebenslust bietet, findest Du bald hier im Blog-Artikel „Der Mann mit den goldenen Händen“.
Mit dem Prado ziehen wir dann das erste Mal unseren Keiler Trailer selbst über die Gravelroads bis kurz außerhalb des Dinokeng-Reserves. Wir leben einige Zeit autark und sehr glücklich auf der kleinen Farm Stilte (Afrikaans für Stille) mitten im Busch die afrikanische Freiheit und haben gleichzeitig die Nähe zu Pretoria. Warum wir diese zu Beginn noch brauchen, kannst Du im Blog-Artikel „Bereit für ein freies Leben?“ nachlesen.
Aus Stilte stammen auch das nachfolgende Video und die Fotos, die zeigen, wie unser Keiler Trailer von außen und innen aussieht, wie wir uns eingerichtet haben und darin leben:
Vielleicht fragst Du Dich zum Schluss, was es mit dem Namen und Logo WildBoar Keiler Trailer auf sich hat?
Es vereint unser Motto „Abenteuer Lebenslust“ mit dem, was wir tun:
Reisen = Overlanding mit unserem Trailer
und mit uns persönlich:
Freunde nennen uns nach unserem Nachnamen Keil „die Keilers“ = männliches Wildschwein = Wildboar
Mögliche Fragen für Deine persönliche Entdeckungsreise:
Vertraust Du Dir?
Traust Du Dich, Vertrauen in andere zu geben und darin zu investieren?
Bist Du offen für Lösungen, die im ersten Moment nicht Deinen Erwartungen entsprechen?
Kannst Du Deine Vorstellungen und Wahrheiten in Frage stellen?
Wie wichtig sind Dir Klischees?
Mögliche Fragen für Deine persönliche Entdeckungsreise:
Vertraust Du Dir?
Traust Du Dich, Vertrauen in andere zu geben und darin zu investieren?
Bist Du offen für Lösungen, die im ersten Moment nicht Deinen Erwartungen entsprechen?
Kannst Du Deine Vorstellungen und Wahrheiten in Frage stellen?
Wie wichtig sind Dir Klischees?
2 Antworten
I must say set up very nice. The nice thing about trailer is you can park it and still have transport unlike a camper where you still have to tow a car. South Africa also manufactures nices. 4×4 motorhomes but I think they cost a lot. We like getting out and about camping. We have all the basic canvas gear. Dec 2023 we are going to camp in Stellenbosch Mountains at a place called Orangeville guest house. So they offer guest house and camping. Its a good base to explore the area. Western Cape has lots to offer. We are also ardent hikers. We enjoy nature and the peacefullness. You must enjoy your overlanding. Also please be safe out there and observant of your surroundings. Kind Regards Guy and Bets
Dear Guy & Bets,
Thank you very much for your kind message – nice to read from you! I guess we have a few things in common! That’s funny: we’ve also chosen Orange-Ville when we come back to the region for mountain biking. With your recommendation, we can really look forward to it! We wish you a wonderful time there, travel safely and who knows, maybe we’ll see you somewhere on our tours. Best regards, Harriet & Stefan