Von Salzpfannen, Stille und Sein

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Eine große Salzpfanne, zwei unterschiedliche Plätze
Unsere zweite Tour in die Makgadikgadi Pans führt uns an die Ostseite der riesengroßen Sua-Pan auf die weitgehend unbekannte Kumone Island (auch Kukonje Island genannt). Die ersten ca. 60 km geht’s ganz easy über die Teerstraße, bis wir links weg in einen Sandweg einbiegen. Wir sind bei unseren Touren, und vor allem bei denen wir vermutlich irgendwann kein Netz mehr haben, immer mit unserem *Garmin Montana 700 GPS Outdoor-Navi und unserem *Garmin inReach Mini 2 Satellitenkommunikator unterwegs und finden so jeden noch so kleinen Track – und vor allem auch wieder zurück 😉 Schon nach den ersten Kilometern zeigt sich ein komplett anderes Bild auf dem Weg zur Pan als bei unserer ersten Tour an die Westseite zur Lukhubu Island.
Hier auf dieser Seite ist es nun teilweise hügelig und grün mit großen Bäumen, wir sehen Elefantenspuren und ihren Dung, durchqueren ausgetrocknete Flußläufe und riesige Steppen mit ockerfarbenem, trockenem Gras und kleinen Büschen.

Nach diesen weiteren, langsamen 60 km auf der Gravel-Road immer weiter landeinwärts, sehen wir plötzlich am Horizont die weiß-graublau-grün schimmernde Salzpfanne. Wir fahren an uralten Baobab-Bäumen vorbei bis zu einem Hinweisschild „Campsites“: wie in vielen Gegenden Botswanas werden Campsites von den lokalen Communities verwaltet und so diese durch die Touristeneinnahmen in ihren Projekten unterstützt. Die meisten dieser Campsites sind keine klassischen, exakt abgesteckten, nebeneinander liegenden Stellflächen mit Waschhäusern. Sondern kleine Freiflächen im Gelände mit Abstand zueinander und je einer Feuerstelle – und manchmal auch mit einem im Busch versteckten WC: einer hinter einem Holzverschlag versteckten Toilettenschüssel ohne Spülung.

Kukome Island ist zwar meist in den Travel-Maps eingezeichnet, doch in der Bekanntheit weit abgeschlagen vom Touristen-Magnet Lukhubu Island (auch Kubu-Island genannt). Genau das richtige für uns! Und hier scheint wirklich schon länger nichts mehr aktiv genutzt worden zu sein. Wir passieren die verlassene Rezeption (drei verfallene Hütten) und folgen weiter dem Pfad bis auf die Salzpfanne. Dort fahren wir am Rand entlang, da man selbst in der Trockenzeit in der Salzkruste, die darunter weich ist, steckenbleiben kann. Bis zum Schild Campsite 1, von dort geht’s rechts durchs hohe Steppengras auf eine sanfte Anhöhe mit zwei majestätisch thronenden Bäumen. Schon jetzt spüren wir, genau am richtigen Ort angekommen zu sein.

Ankommen in der Stille und bei mir selbst
Wir stellen unseren Prado ab, checken ob er „im Wasser“ steht, damit wir nachts auch bequem in unserem Dachzelt liegen können und dann lassen wir alles auf uns wirken:

Die unendliche Weite über der flachen Salzpfanne, das Licht-Schattenspiel durch die laublosen Bäume, die harmonische Farbkomposition aus den sanften Erd-Grün-Grautönen rund um uns, das Rauschen des warmen Windes durch das trockene Gras, das Pfeifen und Flattern von ein paar schönen Hornbills mit ihren orangefarbenen, gebogenen Schnäbeln, die grenzenlose Freiheit über dem strahlend blauen Himmel – und diese Stille. Keine von Menschen gemachten Geräusche. Nichts. Nur Geräusche der Natur. Sonst nichts. Und das Wissen, wir sind allein hier. Weit und breit. Auf der gesamten Insel. Nur wir zwei. Stille. Ich fühle, wie es auch in mir still wird. Meine Gedanken sind still. Ich spüre nur die Kraft des Ortes, die Nähe zu meinem Ich und zu meinem verstorbenen Papi.

Dann verabschiedet sich der Tag, die Sonne sinkt immer weiter Richtung Horizont über der Salzpfanne und das Feuerwerk beginnt: Die Sonnenuntergänge hier in Afrika sind unvergleichlich. In diesem Szenario aus dem gold-orange-roten Augenrausch, der friedvollen Einsamkeit und verbundenen Zweisamkeit gepaart mit der unfassbaren Stille fühlen wir uns beide völlig beseelt. Genau diese Orte und Momente sind es, warum wir es lieben, die Welt zu entdecken. Und dabei immer auch ein bisschen mehr uns selbst. Was für ein Privileg. Mein Herz schwappt über, meine Seele lacht und mir kullern die Tränen über die Wangen – Danke!

Die Freiheit, einfach zu bleiben
Nach einem leckeren Braai am wärmenden Feuer freuen wir uns auf unser gemütliches Dachzelt und eine Nacht unter dem gigantischen Sternenhimmel. Und es ist für uns im wahrsten Sinne des Wortes sternenklar, dass wir morgen den ganzen Tag und somit eine weitere Nacht hierbleiben werden. Wir nennen das eine weitere Form unserer Freiheit: einfach an einem Ort zu bleiben, wenn uns danach ist. Kein „geht jetzt nicht“, „wir haben keine Zeit“, „wir sollten davor noch…“, „haben wir alles, was wir brauchen?“ oder andere gedanklichen Begrenzungen. Die gibt es nicht wirklich, sondern machen wir uns selbst. Wir lernen immer mehr, den Moment nicht zu hinterfragen oder zu zerreden, sondern in vollen Zügen zu genießen. Und einfach zu bleiben.

Mögliche Fragen für Deine persönliche Entdeckungsreise:

Kennst Du einen Ort in Deiner Umgebung, an dem Du Dich und Deine Seele spüren kannst?

Bist Du offen für Dein tiefes Gespür, wo es Dich hinzieht?

Lässt Du zu, dass Dich ein Ort in Dein tiefes Ich und in die Stille bringt?

Magst Du es, Dir zuzuhören?

Hast Du Dir schonmal die Freiheit genommen, „einfach zu bleiben“?

Mögliche Fragen für Deine persönliche Entdeckungsreise:

Kennst Du einen Ort in Deiner Umgebung, an dem Du Dich und Deine Seele spüren kannst?

Bist Du offen für Dein tiefes Gespür, wo es Dich hinzieht?

Lässt Du zu, dass Dich ein Ort in Dein tiefes Ich und in die Stille bringt?

Magst Du es, Dir zuzuhören?

Hast Du Dir schonmal die Freiheit genommen, „einfach zu bleiben“?

 

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