Unser kostbares Nass: Warum Wasser keine Selbstverständlichkeit ist

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Als Interior-Designerin gehörte die Badplanung oft als ein ganz bedeutender Planungsbereich in meine Gestaltungsprojekte mit dazu. Denn vielen meiner Kunden ist ein stylisches, komfortables, modernes, mit hochwertigen Materialien ausgestattetes Badezimmer sehr wichtig. Und auch in unserem eigenen Haus waren das Haupt- und Gäste-Bad perfekt in Funktion und Design gestaltet.

Wir öffnen den mit Designpreis ausgezeichneten Wasserhahn über einer organisch geformten Keramik aus Italien und die in verschiedenen Wasserstrahl-Stufen einstellbare Regendusche im bodengleichen Duschbereich – und genießen. Es ist selbstverständlich, dass wir unbegrenzt Wasser in unserer gewünschten Temperatur mit einer Handbewegung für unsere Körperpflege bekommen. Das gleiche gilt in der Küche fürs Kochen, Spülen, Putzen.

Wasser für alle
Doch ist uns überhaupt noch bewußt, woher das Wasser kommt, welchen Prozess es bis zu unserem Wasserhahn durchläuft und ob es uns tatsächlich unbegrenzt zur Verfügung steht? Seit wir wieder in Afrika unterwegs sind, bekommt das Thema Wasser von uns eine komplett andere Wertschätzung. Denn wir sehen, dass Wasser für alle Menschen hier Priorität 1 und keine Selbstverständlichkeit hat: das Finden, Befördern, Speichern und Verbrauchen. Vor allem auf dem Land, ob als Farmer oder Dorfbewohner. Da draußen ist jeder selbst für Wasser verantwortlich. Und es ist eine Kostenfrage. Daraus können Konflikte, aber auch Kooperationen, Nachbarschaftshilfe und Nächstenliebe wachsen.

In vielen Regionen im südlichen Afrika ist die natürliche Wasserquelle durch Regen nicht kalkulierbar. Es gibt Zeiten, in denen durch plötzliche sintflutartige Niederschläge die Flüsse über die Ufer treten und der trockene Boden das wertvolle Wasser gar nicht aufnehmen kann. Genauso, wie es viele Jahre der Dürre gibt, die das Wassermanagement schwer machen und viele Verzichte und Verluste mit sich bringen.

Ein Borehole mit gutem Wasser zu haben ist existenziell und gleichzeitig ein Geschenk. Mich fasziniert, dass im Erdboden unter unseren Füßen riesige Wasserreservoirs liegen, die wir anzapfen können. Und man von dort – meist sogar ungefiltert – glasklares, reines, gesundes Wasser bekommt. War Dir das bewußt?

In Botswana, während unserer Zeit auf der Farm von Sue und Pete, erlebten wir hautnah, wie die Wasserversorgung täglich im Fokus steht: Die beiden hatten sich nach anfänglicher, kostenintensiver Belieferung von Frischwasser dafür entschieden, nach einem Borehole auf der Farm suchen und bohren zu lassen. Dieses Wasser wird nun in verschiedene Tanks gepumpt und von dort dann ins Haus, für die Bewässerung des Gemüsegartens und in die Tiertränken der Ziegen geleitet. Der Farmnachbar hat nicht die Mittel für ein Borehole. Und wie löst man sowas in Afrika? Man schaut, was hat der eine, was braucht der andere und schafft eine Win-Win-Lösung:

Der Farmnachbar kommt nun alle paar Tage mit seinem Eselskarren-Gespann, auf dem zig unterschiedliche Plastikbehältnisse und Fässer stehen (insgesamt ca. 250 l) und füllt diese in ca. 1,5 Stunden nach und nach durch einen Gartenschlauch mit Wasser von der Zapfstelle. Die süßen Eselchen stehen in der Zeit ganz brav still und der Farmer freut sich, wenn wir uns währenddessen mit ihm unterhalten. Im Gegenzug für das Wasser bringt er Sue & Pete kostbaren Dung für die Gemüsebeete, Brennholz oder Futter für die Ziegen.

Auch zu unseren Aufgaben gehört es, immer unseren 150 l Wassertank im Keiler Trailer mit Trinkwasser gefüllt zu haben. Wenn wir kein ganz reines Wasser zum Befüllen finden, können wir 3 verschiedene Filter einsetzen: *Vorfilter für Sedimente sowie *Filter für Schadstoffe und Keime. Wir haben diese mobilen Active Trinkwasserfilter aus unserer alten Heimat, der Schwäbischen Alb, mitgebracht – von der renommierten Firma Alb Filter® und wir sind mega zufrieden damit: klein, handlich und international einsetzbar durch das kompatible Stecksystem. Wenn wir alle 3 Filter einsetzen, könnten wir sogar Flusswasser zapfen. Und wir haben zusätzlich im Trailer noch die Möglichkeit vorbereitet, einen Vorfilter einzusetzen. Unser Ziel als Traveller ist es, möglichst kein oder so wenig wie möglich in Plastikflaschen abgefülltes Wasser kaufen zu müssen.

Das Glück einer heißen Dusche
Neben Trinkwasser bekommt auch das Wasser zum sich Waschen und vor allem Duschen eine ganz besondere Achtsamkeit und Freude. Schon zu Beginn unseres Abenteuer Lebenslust lernen wir zu schätzen, wie herrlich es ist, ab und an auch im abgeschiedensten Busch oder der unendlichen Wüste eine heiße Dusche genießen zu können. So haben wir zum Beispiel auf der Farm Stillte bei Gerida und Pieter zum ersten Mal mit einem Donkey Boiler Heißwasser erzeugt. Heißt: Stefan hat morgens zuerst Feuer im Ofen gemacht und nach einer guten halben Stunde war es dann soweit: eine herrliche heiße Morgendusche wartet auf uns!

Ansonsten begegnen uns meist Solar- und Gas-Gyser zur Heißwasser-Erzeugung. Bis dato einmalig ist unsere Outdoor-Bad-Erfahrung auf der Rinderfarm bei David direkt an der Südküste Südafrikas: bei dieser Konstruktion wird mit Hilfe eines Petroleum-Brenners  das Wasser in einer doppelwandigen Röhre erhitzt, Sachen gibt’s 🙂

Und da wir der Kostbarkeit des Wassers wissen, gehen wir automatisch auch sehr sparsam und ganz bewußt damit um.

Und wieder zurück zum Thema Interieur-Design vom Beginn des Blog-Artikels: Ich freue mich nicht nur am heißen Wasser, sondern genauso an der phantasie-, liebe- und geschmackvollen Gestaltung und Besonderheit der zahlreichen „Badezimmer“, die wir auf unseren Übernachtungsplätzen vorfinden – viele davon unter freiem Himmel. Einfach wunderschön, inmitten der Natur und mit Blick in die Natur und manchmal auch auf vorbeiziehende Tiere sich frisch machen zu können. Was früher im durch Fußbodenheizung gewärmten Badezimmer mit fugenlosen Wänden und XXL-Bodenfliesen bei LED Licht eine Selbstverständlichkeit war, ist heute in dieser herrlichen Einfachheit und Natürlichkeit aus dem, was die Umgebung an Material zu bieten hat, ein wunderschöner Anblick, ein herzfüllendes Glück und macht uns zutiefst dankbar.

Mögliche Fragen für Deine persönliche Entdeckungsreise:

Kannst Du den Luxus, den wir um uns haben, wertschätzen?

Spürst Du Dankbarkeit?

Ist es Dir im Alltag noch bewusst, wie wertvoll und nicht selbstverständlich Wasser ist?

Was wäre, wenn Du Dir Gedanken machen müsstest, ob die Wasserversorgung zu Deinem Zuhause gewährleistet ist? Würdest Du sparsamer und bewusster mit dem Wasserverbrauch umgehen?

Mögliche Fragen für Deine persönliche Entdeckungsreise:

Kannst Du den Luxus, den wir um uns haben, wertschätzen?

Spürst Du Dankbarkeit?

Ist es Dir im Alltag noch bewusst, wie wertvoll und nicht selbstverständlich Wasser ist?

Was wäre, wenn Du Dir Gedanken machen müsstest, ob die Wasserversorgung zu Deinem Zuhause gewährleistet ist? Würdest Du sparsamer und bewusster mit dem Wasserverbrauch umgehen?

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